Verantwortungsbewusstes Spielen
Diese Seite enthält allgemeine Informationen zum verantwortungsbewussten Umgang mit Glücksspielen, möglichen Risiken und Schutzmöglichkeiten in Deutschland.
Glücksspiel ist ausschließlich für volljährige Personen bestimmt. Es sollte niemals als Einkommensquelle, Lösung finanzieller Probleme oder Ausweg aus Stress verstanden werden.
1. Grundsatz
Verantwortungsbewusstes Spielen bedeutet, klare Grenzen zu setzen und die Kontrolle über Zeit, Geld und Verhalten zu behalten.
Wer spielt, sollte nur Beträge einsetzen, deren Verlust keine Auswirkungen auf Miete, Rechnungen, Lebensmittel, Ausbildung, Familie oder andere wichtige Verpflichtungen hat.
Sobald Glücksspiel Druck erzeugt, zu Konflikten führt oder schwer zu kontrollieren ist, sollte eine Pause eingelegt und Hilfe gesucht werden.
2. Minderjährigenschutz
Glücksspiel ist in Deutschland für Minderjährige verboten.
Personen unter 18 Jahren dürfen keine Glücksspielangebote nutzen. Eltern und Erziehungsberechtigte sollten darauf achten, dass Minderjährige keinen Zugriff auf Glücksspielseiten, Zahlungsdaten oder Benutzerkonten erhalten.
Technische Schutzmaßnahmen wie Jugendschutzfilter, Gerätesperren und sichere Passwörter können dabei helfen, unbefugten Zugriff zu verhindern.
3. Warnzeichen für problematisches Spielverhalten
Problematisches Spielverhalten entwickelt sich oft schrittweise.
Warnzeichen können sein: häufigeres Spielen als geplant, steigende Einsätze, der Versuch, Verluste zurückzugewinnen, heimliches Spielen, Geldleihen, Vernachlässigung von Schule, Arbeit, Familie oder sozialen Kontakten.
Auch innere Unruhe, Gereiztheit oder das Gefühl, nicht aufhören zu können, sind ernst zu nehmen.
4. Persönliche Grenzen
Feste Grenzen helfen, Risiken zu reduzieren.
Dazu gehören ein vorher festgelegtes Budget, eine klare Zeitgrenze und die Regel, verlorenes Geld nicht durch weitere Einsätze zurückholen zu wollen.
Wer merkt, dass gesetzte Grenzen regelmäßig überschritten werden, sollte nicht weiter warten. In diesem Fall ist es sinnvoll, eine längere Pause einzulegen und Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
5. Selbstsperre und Schutzsysteme
In Deutschland gibt es Schutzmechanismen für Personen, die sich vom Glücksspiel ausschließen lassen möchten.
Eine Selbstsperre kann helfen, Abstand zu gewinnen und den Zugang zu Glücksspielangeboten einzuschränken. Je nach Verfahren und rechtlicher Grundlage kann eine Sperre für einen bestimmten Zeitraum gelten und nicht sofort aufgehoben werden.
Wer eine Sperre beantragen möchte, sollte die offiziellen Informationen der zuständigen Stellen prüfen und die dort beschriebenen Schritte befolgen.
6. Hilfe und Beratung
Bei Kontrollverlust, finanziellen Problemen oder psychischer Belastung sollte professionelle Hilfe gesucht werden.
Beratungsstellen, Suchtberatungen, medizinische Fachstellen und anonyme Hilfsangebote können unterstützen. Auch ein Gespräch mit einer vertrauten Person kann ein erster Schritt sein.
Hilfe sollte nicht erst dann gesucht werden, wenn bereits hohe Schulden entstanden sind. Je früher Unterstützung genutzt wird, desto besser lassen sich Risiken begrenzen.
7. Praktische Schutzregeln
Nicht unter Stress, Wut, Müdigkeit oder Alkoholeinfluss spielen.
Nicht spielen, um Schulden zu begleichen. Nicht mit geliehenem Geld spielen. Keine Ausgaben verwenden, die für wichtige Lebenshaltungskosten vorgesehen sind.
Regelmäßig prüfen, wie viel Zeit und Geld tatsächlich eingesetzt wurde. Die eigene Wahrnehmung kann sich von den realen Zahlen unterscheiden.
8. Zweck dieser Seite
Diese Seite dient der Information und Prävention.
Sie soll helfen, Risiken zu erkennen, Schutzmöglichkeiten zu verstehen und bei Bedarf Unterstützung zu suchen. Sie enthält keine Aufforderung zur Teilnahme an Glücksspielen.